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8 Gründe, warum Berlin (angeblich) seine Coolness verliert

Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis es mal wieder einen Berlin-Diss gibt. Die englische Zeitschrift „The Economist“ jedenfalls glaubt genug Indizien gefunden zu haben, „why Berlin is loosing its cool“.

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8 Gründe, warum Berlin (angeblich) seine Coolness verliert

 

1.Weil Berlin sich jetzt auch noch für die Ausrichtung der olympischen Spiele 2024 oder 2028 bewirbt. Allein das macht Berlin aus Sicht von „The Economist“ uncool. Zur Erinnerung: 2012 fanden die olympischen Spiele nochmal wo statt?

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2. Weil die Sozialdemokraten mit über 23 (!) Schulreformen dafür gesorgt haben, dass die Berliner Schulen im deutschen Ranking auf dem letzten Platz stehen. Weil in Berlin nicht auf Leistungsspitze hingearbeitet wird, sondern darauf, möglichst viele Schüler „mitzunehmen“ – auf Kosten der exzellenten Förderung von Wenigen. Ein politischer Standpunkt, über den man natürlich immer streiten kann. Ist das uncool?

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3. Weil Berlin es nicht auf die Kette kriegt, einen Flughafen zu bauen. Der „running gag“ mit der unendlichen Geschichte um BER gehört ja mittlerweile zur guten Berliner Folklore und Berliner haben ja auch immer gerne was zu meckern. Also bitte…

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4. Weil die wenig effektive Bauwut ganz Berlin zu einer unfertigen Großbaustelle gemacht hat. Zugegeben, das IST uncool!

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5. Weil für viele Berliner die zunehmende Gentrefizierung zum „Pain in the ass“ wird. Stimmt, Spaß macht das nicht. Andererseits ist das eben auch immer das Schicksal einer aufstrebenden Metropole. Und im Vergleich zu anderen Großstädten wie London, Paris oder New York gelten die Mietpreise in Berlin immer noch als moderat.. Wenn aber die Vorstellung von „cool“ immer noch die ist, eine zugige Fabriketage ohne fließend Wasser zu bewohnen, dann pflichten wir bei: Durchsanierter Altbau für 15 Euro pro Quadratmeter ist verdammt uncool…

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6. Weil die Berliner Clubszene früher einfach NOCH wilder, roher, anarchischer war. „The Economist“ bezieht sich dabei vor allen Dingen auf die Jahre nach dem Mauerfall zwischen 1990 und 1996. Das waren vermutlich auch die Zeiten, in denen die Economist-Schreiber das letzte Mal in Berliner Clubs unterwegs waren. Ob die Moves damals wirklich cooler waren?

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7. Weil Berlin es nach vielen defizitären Jahren endlich schafft, seinen Haushalt auszugleichen ohne weitere Schulden zu machen. Dadurch würde Berlin leider auch „irgendwie erwachsen“ werden und eine Abkehr vom prägenden Slogan „arm aber sexy“ wäre dann doch verdammt uncool!

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8. Weil nach dem „homosexuellen flamboyanten“ Wowereit nun ein farbloser Beamter zum Regierenden Bürgermeister ernannt wurde, der eher mit nüchterner Sachlichkeit agiert, als mit prickelnden Champagner-Flöten. Uncool!

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